Das Schulkonzept der Dr.-Konrad-Wiegand-

Grund- und Mittelschule

Die Lehrkräfte der Dr.-Konrad-Wiegand-Grund- und Mittelschule sind sich darüber im Klaren, dass die Veränderungen im gesellschaftlichen und familiären Bereich, die Situation auf dem Ausbildungsmarkt und das Wahlverhalten der Eltern hinsichtlich der Schullaufbahn eine pädagogische Weiterentwicklung unserer Schule und eine Orientierung an den Bedürfnissen der Heranwachsenden unserer Stadt verlangen. Eingehend auf die spezifischen Stärken und Schwächen der Schülerinnen und Schüler, ermöglicht durch ein induktives Vorgehen und durch häufige Phasen eines konkret-anschaulichen, handlungsorientierten, Material geleiteten, zeitweise auch selbstgesteuerten und projektorientierten Unterrichts steht als Ziel aller Bemühungen von Unterricht und Erziehung die Befähigung des jungen Menschen für eine selbstbestimmte und verantwortliche Teilhabe als Erwachsener in unserer sich kontinuierlich wandelnden Gesellschaft.

Erziehungsschwerpunkte

1) Betonung sozialer Kompetenzen:
Ausgehend von der Tatsache, dass unsere Schüler in drei verschiedenen Schulhäusern unterrichtet werden, spielt dieses Ziel neben der allgemeinen gesellschaftlichen Bedeutung eine besondere Rolle dahingehend, dass wir den Schülerinnen und Schülern in allen drei Schulhäusern ein Zusammengehörigkeits-gefühl vermitteln möchten. Daher bemühen wir uns immer wieder schulhausübergreifende Veranstaltungen zu organisieren. Außerdem wird in curricularer Vorgehensweise von der Grundschule bis zur Entlassklasse jährlich durch vereinbarte Unterrichtsinhalte auf eine gesteigerte Sozialkompetenz unserer Schüler hingearbeitet:
  • Grundschule: „Faustlos-Programm"
  • Anfang der 5. Jahrgangsstufe: Kennenlernwoche in Kooperation mit unserer JaS
  • 5./6. Jahrgangsstufe: ALF (Allgemeine Leistungskompetenzen und Fertigkeiten)
  • 7. bis 9. Jahrgangsstufe: Selbstkompetenztraining und Werkstatttage in Zusammenarbeit mit GbF (Gesellschaft zur beruflichen Förderung)
  • 8. Jahrgangsstufe: „Tage der Orientierung“
2) Betonung der Lese-Kompetenz:

Ein Großteil der Schülerinnen und Schüler unserer Schule entstammt Familien mit Migrationshintergrund, worunter die Leistungen im Deutschen leiden. Von den Teilbereichen des Deutschunterrichtes scheint Lesen eine Basalbedeutung zu haben, weil Lesen in allen Bereichen der Lebensbewältigung eine wichtige Rolle spielt und auch am meisten auf die anderen Unterrichtsfächer ausstrahlt. Deshalb haben wir der Steigerung der Lesekompetenz an unserer Schule eine besondere Bedeutung zugeschrieben. Auch hierfür haben wir deshalb über die Jahrgangsstufen hinweg ein durchgehendes Lesetraining an unserer Schule eingeplant (Lesepatenschaften in der Grundschule etc.).

3) Offenheit und Kooperation

Um den Schülerinnen und Schülern, den Kindern und Jugendlichen der Stadt Klingenberg am Main, das nötige Rüstzeug mitzugeben für eine erfolgreiche Gestaltung ihres Lebens, hat sich die Stadtverwaltung entschlossen mit dem Schuljahr 2008/09 die Stelle eines Jugendsozialarbeiters an Schulen zu schaffen.

Den aktuellen Anforderungen kann die Dr.-Konrad-Wiegand-Grund- und Mittelschule nur mit Hilfe starker Partner in und um Klingenberg gerecht werden. Dazu wird die Schule den begonnenen Prozess der Öffnung nach außen offensiv fortführen. Eine besondere Rolle kommt dabei der Einbindung der Eltern über den Elternbeirat und den Förderverein zu.
Eine zweite ebenfalls wachsende Stütze sind und werden die in großer Anzahl und Vielfalt vorhandenen Betriebe der Stadt Klingenberg am Main sein. Außerhalb der Stadt hat die Mittelschulstufe der Dr.-Konrad-Wiegand-Grund- und Mittelschule bewährte Kooperationspartner in der Berufsberatung der Arbeitsagentur, der GbF, der Erziehungsberatungsstelle, dem Jugendamt, der Staatlichen Schulberatung und den Mobilen Sonderpädagogischen Diensten, der Polizeiinspektion Obernburg und ihrem Schulkontaktbeamten sowie den Behörden des Landratsamts.